Vermischtes
Ich komme mir ja gemein vor, habe nämlich am Sonntag gejammert dass die Klimaanlage zu stark gekühlt hat im ICE und auch anschließend im Regionalzug. Wenn ich da Berichte höre von ICEs mit ausgefallener Klimaanlage… Dafür war auch mein Zug nicht ganz vom Wetter verschont geblieben, 70 Minuten verspätet traf er ein, der Grund: Brand neben dem Gleis. Da der Zug so lange Aufenthalt am Bahnhof gehabt hätte wie Verspätung hieß es zum Glück nur 5 Minuten länger warten. Damit aber genug Worte über das Wetter. Wollte nur etwas schreiben, denn das ist ja fast schon Pflicht.
In der Arbeit hatten wir bis vor kurzem einen “Microsoft Fax Server” auf Basis eines Windows 2008 Servers, leider gehörten auch wir zu der großen Gruppe deren Faxmodem in Kombination mit Microsoft und der Telefonalage unzuverlässig funktionierte. Eine Lösung musste also her. Da ISDN-Controller mit Unterstützung für den Fax Dienst von Microsoft nicht gerade billig sind lohnte sich so eine Anschaffung für unsere 5 Faxe im Monat nicht. Es musste also eine Alternative her und die fand ich auch: HylaFAX. Natürlich ist die Software überdimensioniert für die paar wenigen Faxe die es bei uns noch gibt. Aber die Alternativen sind rar wenn man eine günstige Client/Server Lösung will. Ganz auf Fax verzichten geht auch nicht da es immer noch Firmen gibt die unbedingt Faxe versenden und haben wollen. Hier nun kurz meine Erfahrungen bei der Installation, vielleicht kann ich damit dem ein oder anderen Frust ersparen.
Wir haben uns entschieden statt des alten Faxmodems gleich auf einen ISDN-Controller zu setzen. Die günstigste Lösung die von sich aus schon mit Linux und Hylafax Support geworben hat kam von der Firma Gerdes. Die PrimuX Karte war auch schnell im Rechner verbaut, nur leider stellte sich dann erst ein mal heraus dass die mitgelieferten Treiber nicht mit neueren Kernelversionen (in meinem Fall 2.6.31) funktioniert. Hier muss ich den technischen Support von Gerdes loben, innerhalb einer Stunde nach meiner Anfrage hatte ich einen Betatreiber der sich kompilieren und installieren lies. Wichtig war noch dass ich die Standardtreiber und Software die von der Distribution zur Verfügung gestellt wurden (hisax, mISDN) blacklisten musste damit der Gerdes Treiber funktionieren konnte. Nachdem das geschehen war lief aber die ISDN Karte schon mal fehlerfrei. Hier muss ich die Remote-CAPI Funktion des Gerdes Treibers loben, es war ganz einfach möglich vom Client PC aus die Einstellungen zu machen, es ist aber auch ein Konsolentool dabei.
Die Installation der restlichen Software lief dann fehlerfrei. Wichtig ist dass man CAPI4Hylafax downloaden und installieren muss. Das ist eine Software von AVM die sich um die Verbindung zwischen HylaFAX und CAPI kümmert. Das ging bei mir aber auch komplett ohne Probleme nach der Anleitung im Gerdes Handbuch. Ich mag hier auch keine Anleitung schreiben wie man HylaFAX einrichtet sondern nur auf die Probleme eingehen. Denn eines gab es da noch… und das kostete mich fast einen ganzen Vormittag.
Die Clientsoftware sollte auch auf Windows 7 64 Bit laufen. Entschieden hatte ich mich von Anfang an für den Client YajHFC (Yet another Java HylaFAX Client). Die Gründe waren ganz einfach.. ich wollte eine Opensource Software die ich ggf. an meine Bedürfnisse anpassen kann und die über einen Faxdrucker angesprochen werden kann. Letzteres lief auf 32 Bit Systemen auch vollkommen problemlos. Nur Win 7 mit 64 Bit wollte so gar nicht. Da musste der Faxdrucker manuell eingerichtet werden. Dazu braucht es erst mal eine 64 Bit Version von redmon. Die gibts hier. Bei der Installation hält man sich einfach an die Anleitung von der YajHFC Homepage. Nur dann gibt es ein Problem… Windows 7 liefert keinen Treiber mehr für den “Apple Laserwriter 16/600″ mit. Da dachte ich mir also, jeder andere PS Drucker sollte es auch tun. Dieser Gedanke war dann aber falsch, ich habe einige Treiber von Xerox, Ricoh und Lexmark probiert, aber mit keinem Ausgabeformat konnten YajHFC oder HylaFAX etwas anfangen. Nach einer Weile Recherche per Google und dem Gedanken einfach einen PDF Drucker zu nehmen der automatisch die PDF Dateien an HylaFAX weitergibt fand ich dann doch noch die Lösung. Die Windows XP 64Bit CD beinhaltet den Apple Druckertreiber für 64 Bit Systeme. Mit dem funktionierte es dann sofort ohne weitere Probleme.
Da stellt sich doch die Frage warum Microsoft vorhandene Treiber einfach nicht mehr mitliefert. Klar, auf einer DVD ist nicht unendlich Platz, aber es würde doch auch reichen sie in die Liste aufzunehmen und bei Bedarf runter zu laden.
Jetzt ändere ich noch schnell das Design hier, mag was neues und vor allen Dingen auch etwas das es leichter macht längere Einträge zu lesen. Auch wenn es dann erst mal nicht Einzigartig ist.


Es ist aber allgemein so, dass ich immer mehr Fehler im System entdecke, je länger ich “Windows 7″ nun nutze. So dauert es mittlerweile doch schon etwas länger bis das Media Center startet, obwohl ich an der Hardwarekonfiguration nichts verändert habe. Ich habe einiges an Software installiert, aber das habe ich unter Linux auch. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Microsoft mit der 7. Version nicht ein großer Sprung gelugnen ist. Denn die Bedienung und die Oberfläche sind bedeutend intuitiver und das Arbeiten macht so mehr Spaß, auch ist das System stabil und Abstürze hatte ich bisher keine. Aber an manchen Ecken hakt es leider immer noch. Aber dafür gibt es ja Updates. 
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